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14.11.2018 : 2:39 : +0100

Projekte

Kioske

Die Verantwortlichen der Schule in Neerpair haben den Wunsch, für den Betrieb der Schule so viel Geld wie möglich selbst vor Ort zu beschaffen. Außerdem ist ihnen an einer guten Versorgung der Schülerinnen und Schüler und des näheren Einzugsbereiches der Schule gelegen.

So entstand die Idee, an der Grundstücksgrenze zur Straße hin, mehrere kleine Läden einzurichten.

Dort werden Snacks, Obst, Schulmaterialien und andere Dinge des täglichen Bedarfs verkauft.

Gelder für den Rohbau der Läden und des Küchenraumes waren vorhanden, so dass Arivu lediglich für die Installationen und das Verputzen der Wände aufgekommen ist.

Im Oktober 2009 wurden die Läden in unserem Beisein feierlich eingeweiht. Bei unserem letzten Besuch konnten wir sehen, wie gut die Kioske von den Schülerinnen und Schüler, den Lehrerinnen und Lehrern und einigen Leuten aus der Umgebung angenommen werden.

Wäsche waschen

Das im Oktober 2006 eingeweihte Schülerwohnheim ("Boarding") verfügt über zahlreiche Schlafplätze, Aufenthaltsräume und sanitäre Anlagen. Eines allerdings war knapp: die Möglichkeiten für die jungen Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Wäsche zu waschen und zu trocknen. Dem sollte Abhilfe geschaffen werden. Der Verein wollte Trockenvorrichtungen für die Wäsche finanzieren, die auf dem Dach des Wohnheims Platz finden sollten. Damit sollte Schluss sein mit dem Wäschetrocknen auf Erdboden und Zäunen.

Beim Besuch im Oktober 2009 sahen wir nur noch vereinzelt Kleidungsstücke über den Zäunen hängen. Die meisten Wohnheimschülerinnen und -schüler benutzten die neue Waschgelegenheit in mitten der Mangoplantage. Dies hat sich gegenüber der ursprünglichen "Dachvariante" als besser erwiesen. Dort kann die Kleidung unter dem Vordach aufgehängt werden. Eine finanzielle Beteiligung war nicht nötig, da viel Eigenleistung eingebracht wurde und das Baumaterial günstig erworben werden konnte. 
Das Foto wurde vom Dach des Wohnheims aus aufgenommen.

Herstellung von Taschen

Absolventinnen und Absolventen des auf dem Schulgelände befindlichen "Dr. Urban Fashion Designing Institute" haben Taschen genäht, die aus einem handgewebten Rohseide/Baumwoll-Stoff bestehen. Der Stoff wurde in kleinen Handwerksbetrieben oder in Heimarbeit im Umkreis der Schule - teilweise von Eltern der Schüler - hergestellt.

Dies ist sowohl ein Beitrag zum Erhalt eines traditionellen Handwerks als auch ein kleines Einkommen für das Fashion Institut. In Indien werden die kleinen Webereien massiv von industrieller Massenware vom Markt verdrängt. Dadurch werden die Weber zu Tausenden in den Ruin getrieben und viele sehen als letzten Ausweg nur noch eine Selbsttötung.

Durch den Verkauf der Taschen konnten wir dazu beitragen, den Webern und ihren Familien eine Perspektive aufzuzeigen. Die Taschen haben viel Anklang gefunden und wir wünschen uns, dass noch weitere Produkte hinzukommen.

Warmes Wasser für Ooty

Wir setzen uns auch dafür ein, dass Absolventen der Arulappa-Schule nach ihrem Abschluß einen Beruf erlernen können. Derzeit werden 17 Schulabgänger in Ooty am "St. Joseph's Technical Institute" zu Tischlern und Schlossern ausgebildet. Die Auszubildenden wohnen dort in einem neu erbauten Wohnheim. Damit sie im kalten Klima des dortigen Hochlands warmes Wasser zum Duschen und Wäsche waschen erhalten, bestand der Wunsch des Schulleiters nach einer Solaranlage zum Erhitzen des Wassers. Diese Anlage ist jetzt installiert und bereits von Aktion Indien vorfinanziert. Arivu hat einen Teil der Kosten übernommen und dafür eine größere Summe gesammelt.

Die Solaranlage arbeit zuverlässig und liefert heißes Wasser für die Ausbildungsstätte im Hochland der Nilgiri Mountains.