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16.11.2018 : 3:13 : +0100

Bericht der Nienburger Reisegruppe

Samstag/Sonntag 20./21.10.2012

Am Samstag starteten wir früh morgens vom Flughafen Hannover in unser Abenteuer „Indien“. Nach einem langen Flug (mit Blick auf das hell erleuchtete „Palm Island“  bei Nacht vor Dubai) wurden wir nachts um halb Eins am Flughafen von Chennai von Father Suresh und Nandhini mit vielen indischen Freunden und Helfern herzlich empfangen. Nach einer weiteren Stunde Busfahrt sanken wir erschöpft ins Bett.

Am nächsten Morgen wachten wir auf und staunten über die phantastische Gartenanlage: Schmetterlinge in Übergröße und in sämtlichen Farben taumelten von  Blüte zu  Blüte, Warane huschten über den Rasen und bleiche Nienburger warfen sich in die Fluten des Golfs von Bengalen.

Wir fühlten uns wie im Paradies, wurde uns doch der Kaffee am Strand serviert, das Handtuch umgelegt und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite.

Am Nachmittag fuhren wir nach Mahabalipuram, einem kleinen Ort in der Nähe.

Wieder kamen wir ins Staunen: Riesige Tempelanlagen aus einem einzigen Graphitstein gehauen, der steinerne Butterball, der jeden Moment herabzustürzen droht und eine Farbenvielfalt allerorten überwältigten uns.

Montag, 22.10.12

Am Montagmorgen wurde es endlich dienstlich: Wir fuhren über ca. 2 Stunden mit dem Bus über eine teilweise sehr holprige Straße  nach Neerprair, wo unsere Schüler seit einer Woche mit den indischen Schülerinnen und Schülern lebten.

Der Empfang war wie immer überwältigend: Uns wurde ein Programm geboten, das aus Tanz, Musikvorführung, Teak-wan-do-Darbietung und Kurzvorträgen bestand. Beeindruckend war die Herzlichkeit und Wärme des Empfangs, die Selbstverständlichkeit, mit der unsere Schüler/innen sich in den indischen Schulalltag eingebunden haben, und die unkomplizierte Art und Weise, mit der sich beide Seiten verständigten. Trotz Monsunregen, Durchfall und einfachster Unterbringung schienen alle ihre gute Laune nicht verloren zu haben.

Wir werden dieses Erlebnis nicht vergessen und für immer in unseren Herzen bewahren. Wir danken sowohl unseren ASS-Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz und auch unseren indischen Freunden für ihre Gastfreundschaft und ihre  Bereitschaft, uns an ihrem Leben teilhaben zu lassen.

Dienstag, 23.10.12

Am gestrigen Abend haben wir noch lange über unsere Erlebnisse in der Schule diskutiert. Immer mehr wurde uns klar, wie stolz wir auf unsere Jugendlichen und auf unsere Kolleginnen Hilde Munk und Andrea Schulte in den Bäumen sind, dass sie sich auf dieses Abenteuer eingelassen und trotz einiger Widrigkeiten(!) ihre gute Laune nicht verloren haben.

Heute am Dienstag ging es in 2 Autos nach Pondicherry, einem Küstenort ca. 100 km südlich von unserem Hotel. Die Hinfahrt wurde unterbrochen durch einige Stopps wegen faszinierender Ochsenkarren, kreuzender Affen, gemütlich auf der Autostraße schlendernder Kühe, streitender Hunde und auf dem Reisfeld arbeitender Bauern.

Endlich aber kamen auch wir in Pondicherry an. Nach einem gemütlichen Mittagessen (die 1. Gruppe) bzw. einem ausgiebigen Besuch in einer Bäckerei (die andere Gruppe) ging es auf den berühmten Markt, kein „Touri“-Markt, sondern einer, auf dem auch die indische Bevölkerung einkauft.

Der 1. Eindruck: Gewusel, Chaos, Geschrei, Enge. Der 2. Eindruck: ein Geruchsgemisch aus Sandelholz, Fisch (nicht mehr so ganz frisch), Obst, Gemüse, Müll, das Ganze überlagert von einem durchdringenden Blütenduft von den Girlanden, die an den Ständen zusammengestellt werden.

Mittendrin ein Wolkenbruch, der den Boden in diesem engen Bazar endgültig in einen Morast  verwandelte, der teilweise durch das Auslegen  von Stroh (auch nicht mehr ganz frisch) etwas gemildert wurde. Aber dann – endlich – die Stoffabteilung: Wir Mädels waren glücklich, die Verkäufer auch, und wir feilschten, was das Zeug hielt.

Beladen ging es zurück zum Auto und in einer atemberaubenden Fahrt nach Hause. Diese Fahrt war der absolute Höhepunkt des Tages: Nicht nur aufgrund eines Autoschadens (der einen Gruppe), sondern auch aus purer Gewohnheit wurde in der Dunkelheit ein Tempo vorgelegt, dass einem der Atem stockte: Teilweise lagen nur Zentimeter zwischen unserem Außenspiegel und dem Kopf des Motorradfahrers. Durchgezogene Linien wurden als Angebot angesehen, Lichthupe und normale Hupe waren im Dauereinsatz, so dass man sich manchmal fragte, mit welcher Hand eigentlich gesteuert wurde. Aber dann waren wir endlich im Hotel, wo ein fantastisches Abendessen (gegrillter Thunfisch und viele weitere Leckereien) auf uns wartete.

Mi. 24.10.12

Während ich dies schreibe, erklingt/dröhnt/kreischt? von der Bühne unseres Hotels indische Musik. Drei Musiker geben sich wirklich alle Mühe, uns zu erfreuen.

Allerdings war der heutige Tag doch etwas anstrengend, sodass sich unsere Begeisterung in Grenzen hält: Heute Morgen fuhren wir zunächst zum Bischof Neethinathan in Chingleput. Dort trafen wir auch unsere ENSA-Gruppe und hatten die Möglichkeit, uns und unsere Arbeit vorzustellen.

Der Bischof erzählte seinerseits von seiner Aufbauarbeit in dieser Region und von seinem Traum, dass endlich in Indien alle Menschen gleichberechtigt seien. Dabei sei es vor allem wichtig, dass alle Kinder einen gleichen Zugang zur Bildung hätten, da nur so ein sozialer Aufstieg möglich sei. Er und auch Father Suresh dankten vor allem Hilde und Andrea für ihre Arbeit mit der ENSA-Gruppe in Neerpair.

Danach ging es weiter nach Kanchipuram, einer Großstadt etwas weiter im Norden. Unterwegs gab es ein geheimnisvolles Verkehrschaos (Hat die Polizei wirklich jemanden zusammengeschlagen? Und welcher Politiker ist dort in dunkle Geschäfte verwickelt? Wir werden es nie erfahren!), wobei diese Verkehrsstörungen ja auch ihre eigene Dynamik entwickeln: Gerade wenn man denkt: Jetzt müsste man mal hinausgehen und das Ganze in die Hand nehmen, den Verkehr regeln usw., gerade dann löst sich alles auf wundersame Weise auf. Niemand ist ärgerlich, niemand schimpft, alle ziehen gleichmütig weiter ihre Kreise.

In Kanchipuram besichtigten wir zwei Tempel, wobei uns besonders der Tempel mit dem 3500 Jahre alten Mangobaum beeindruckte. Riesige Säulenhallen, Prozessionsfiguren in prächtigen Farben und Verkaufsstände mitten im Tempel  waren Bilder, die man so leicht nicht vergisst. 

Danach – endlich – der Halt an einem Geschäft mit Seidenwaren. Alles stürmte hinein – halt! Schuhe ausziehen! – und stolperte mitten in eine Verkaufsverhandlung, die sich in die Länge zog. Also weiter, ins nächste Geschäft. Und hier endlich eine Riesenauswahl an Seidenstoffen in allen möglichen Farben und eine mehrköpfige Beratercrew. Nach einer halben Stunde sind alle erschöpft: vom Aussuchen, Feilschen. Rechnen, Ausprobieren. 

Und wieder hinein in den Bus und ab ging es zurück ins Hotel. An die Ziegen, Kühe, wilden Hunde, die mitten auf der Straße laufen und felsenfest damit rechnen können, dass man ihnen ausweicht, haben wir uns schon so gewöhnt, dass man sie gar nicht mehr beachtet. Gegen 20.30 Uhr trafen wir endlich im Hotel ein: hungrig, müde und voll mit neuen Eindrücken.

Do. 25.10.12

Seit einigen Tagen sind Autos und Häuser bunt geschmückt. An jedem Hauseingang, an den Autos, Laternenpfählen (soweit vorhanden) sind Bananenblätter und Blumengirlanden gebunden, teilweise blinken auch Lichterketten, dies vor allem an den Tempelanlagen. Alles zu Ehren der Göttin Sarasaswati, der Göttin für Bildung und Erziehung. Die Zeremonie beginnt mit einer Reinigung, die darin besteht, dass in einer ausgehöhlten Kokosnuss eine  Kerze entzündet und dieses Licht in einem großen Schwenk vor den Eingang des Hauses gehalten wird.

Danach wird mit möglichst viel Kraft eine Wassermelone auf die Straße geschmettert, so dass sie zerplatzt und das rote  Fruchtfleisch auseinanderspritzt. Alles übrigens eine bevorzugte Speise für die umherstreunenden Kühe.

Heute waren wir alle faul. An diesem 2. Tag ohne Regen (!) lockte uns der Strand mit seinen Hängematten und seinem klaren Wasser und kräftigen Wellen. Sogar dort aber wurden wir von eifrigen Verkäufern und Verkäuferinnen überrascht, denen einige von uns nicht widerstehen könnten: Die Tücher waren aber auch zu schön und die Preise niedrig.

Dann hatte Paul Gerlach eine seiner glorreichen Ideen: Wir fahren mit einem Fischerboot nach Mahabalipuram. Schnell war ein Fischer gefunden, etwas weniger schnell waren die Preisverhandlungen getätigt und ein Termin vereinbart.

Pünktlich um 15 Uhr sollte es losgehen und wir waren auch alle rechtzeitig da. Der stolze Besitzer des Fischerbootes verkündete uns dann allerdings, dass es noch einige Minuten dauern könnte.

Schnell verstanden wir auch, warum: Direkt vor dem Boot hatten sich mindestens 10 Inder/innen aufgebaut, die uns ihre Waren in den ergreifendsten Tönen anpriesen: „Verygoodprice!“ „Special priceonlyforyou!“ usw. Aber dann ging es endlich los.

Die Männer schoben das Boot ins Wasser, wir sprangen/kletterten hinein und dann hinaus aufs feindliche Meer. Am Anfang war uns etwas mulmig zumute, denn das Boot knallte teilweise heftig auf die Wellen. Bänke gab es nicht, wir mussten uns auf den Boden knien oder hocken,  auf dem das Spritzwasser hin- und herschwappte. Unser Chef stand heldenhaft aufrecht in der Mitte des Bootes und hielt uns in der Balance.

Nach einer halben Stunde landeten wir am Strand von Mahabalipuram, wobei nicht alle von uns trocken blieben. Ingrid Gerlach gelang der Ausstieg sogar mit einer eleganten Rückwärtsrolle. Respekt!

Nach einem Stadtbummel ging es mit einem Tuktuk wieder zurück ins Hotel, das sind eigentlich überdachte Dreiräder mit Motor. Diese doch etwas stürmische Fahrt trieb einigen Mitgliedern der Schulleitung leichte Schweißperlen auf die Stirn.

Normalerweise passen 3 Personen gut hinein. Wir sahen aber auch schon Tuktuks, aus denen mindestens 7 Köpfe herausschauten, alle in blendender Laune.

Fr. 26.10.12

Gerechtigkeit, Frieden und Entwicklung – das sind die großen Ziele des CRDS, des Chengalpattu Rural Development Society. Am Vormittag hatte uns Father Suresh, der Leiter dieser Organisation, eingeladen, um uns über seine Arbeit zu informieren.

Es war sehr beeindruckend, wie er uns mit leuchtenden Augen und mit sehr beredten Worten von seiner Vision erzählte. Seiner Vision einer gerechten Gesellschaft, in der alle Menschen gleiche Rechte. Der Weg dorthin führt vor allem über die Unterstützung der Dalits, der Unberührbaren, die noch unter allen Kaste stehen und  ca. 26 % der Bevölkerung ausmachen. Obwohl das Kastensystem offiziell abgeschafft ist, existiert es in den Köpfen weiter und wirkt sich – besonders im ländlichen Raum – noch in allen Lebensbereichen aus.  

Das CRDS arbeitet mit einer Reihe anderer Organisationen zusammen, u.a. mit der Caritas, dem Kolpingwerk, Aktion Indien, der Andheri Hilfe und dem Kindermissionswerk. Beeindruckend ist die Bandbreite der Initiativen, die sich vor allem an die ländliche Bevölkerung richtet:  

* Nutzpflanzen (Kokosnussbäume z.B.) werden dann ausgegeben, wenn ein 2. Baum aus eigenen Mitteln gepflanzt wird,

* der Bau von festen Steinhäusern wird bei Bedürftigen bezuschusst,

* Abendschulen werden angeboten in der Form, dass Schülern ein Raum zur Verfügung gestellt wird, in dem sie in Ruhe und bei Licht lernen bzw. Hausaufgaben machen können.

* Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die Unterstützung der Frauen. Es gibt ca. 2364 Selbsthilfegruppen à 15 – 20 Frauen, die in verschiedenen Fertigkeiten und Fähigkeiten (Schneidern, Konservierung von Lebensmitteln, Führerschein usw.) geschult werden. Man hat festgestellt, dass die Förderung von Frauen wesentlich effektiver und nachhaltiger ist als die von Männern (na, das haben wir doch schon immer gewusst!).  

Insgesamt waren wir von den Aktivitäten der Mitarbeiter des CRDS zutiefst beeindruckt. 

Die Rückfahrt war wie üblich: laut, schnell und hektisch. Der Inder, der eigentlich das Symbol für Gelassenheit und innere Ruhe darstellt, wird offenbar zu einem anderen Menschen, sobald er hinter dem Steuer sitzt. Dann zählt nur das Gesetz des Schnelleren und Furchtlosen, dann wird gerast, gedrängelt, gehupt, überholt und geschnitten, dass einem angst und bang wird. Der Grund ist oft nicht einsichtig, denn sobald das Auto steht, wird aus diesem rücksichtslosen Fahrer wieder ein Mensch, den nichts aus der Ruhe zu bringen scheint.

Ruhe ist auch das Stichwort für den Nachmittag gewesen. Wir genossen das Meer und die Sonne. Am Abend bot uns das Hotel eine ganz besondere Überraschung: Zwei Inderinnen in den traditionellen Saris zeigten uns alte indische Tempeltänze. Begleitet wurden sie von ebenso  traditionellen Instrumenten und dem dazugehörigen Gesang. Das Ganze fand vor der Kulisse von einem erleuchteten Pool und gedeckten Tischen statt. Sehr stimmungsvoll.
Morgen hat Father Suresh Geburtstag. Auch wir werden ihn besuchen und ihm ein Ständchen bringen.

 
 

Sa 27.10.12 Father Sureshs Geburtstag

Aufregend, so ein Geburtstag. Schon auf der Hinfahrt übten wir unseren Kanon „Viel Glück und viel Segen“ und waren ganz zufrieden mit unserer Leistung. In Neerpair angekommen, erwartete uns wieder ein herzliches Willkommen. Eingang und Zufahrt waren wunderbar geschmückt und wir bekamen wieder einen farbigen Punkt auf die Stirn gedrückt. Auch enge Verwandte von Father Suresh und einige weitere Mitglieder seiner Familie waren mit anwesend. Zusammen mit zwei befreundeten Priestern zelebrierte der Father mit uns die Messe. Die Kinder der Schule sangen die  fröhlich gestalteten Melodien enthusiastisch (und gut) und gestalteten damit aktiv die Zeremonie. Dabei wurden sie am Keyboard unterstützt von Simon.

Danach gab es eine große Gratulationstour: Freunde und Verwandte zuerst, dann die ENSA-Gruppe, die Boarding-Kinder, die Hildesheimer,  die WE-Gruppe und natürlich die Albert-Schweitzer-Schule. Danach gab es ein fantastisches Mittagessen. Ich kann immer nur wieder bewundern, mit welcher Eleganz unsere Schülerinnen und Schüler auf dem Boden im Schneidersitz hocken und geschickt mit den Händen den Reis zum Mund führen.

Im Anschluss daran erzählten uns einige Mitglieder der WE-Gruppe von ihren Werdegängen und Intentionen.  Diese Gruppe besteht aus ehemaligen Schülerinnen und Schülern der Dr. Arulappa Hr. Sec. School, die auch nach ihrem Abschluss  mit Hilfe eines breit gefächerten Netzwerkes miteinander in Verbindung bleiben und sich gegenseitig unterstützen. Sie versuchen, einiges von ihrem Verdienst  wieder in einen Fonds zurückzuzahlen, woraus wieder die Ausbildung von weiteren Kindern bezahlt wird. Ihre Lebensläufe sind wahrlich beindruckend: Studium der Mathematik und Philosophie, zur Zeit Entwicklung der Doktorarbeit, Studium der Betriebswirtschaft, Ausbildung zum Lehrer, Ausbildung zum Toningenieur und Aufbau eines Tonstudios usw.

Dennoch ist die Ausbildung an dieser Schule nicht eine automatische Garantie für einen Ausbildungsplatz, sondern alle müssen sich bemühen, möglichst gute Noten zu erhalten. Mehrmals betonte Lukas, dass er und die anderen die ersten aus ihrer Familie seien, die dem Kreislauf von Geburt als Dalit und Leben als Sklave entfliehen konnten. Noch ihre Eltern haben unter diesen unwürdigen Bedingungen leben müssen. Diese Bedingungen wurden für uns besonders deutlich, als Lukas uns in sein Dorf führte, das ca. 10 Autominuten entfernt lag. Dank der Bemühungen von Father Suresh gab es immerhin 15 Steinhäuser, alles andere waren  Hütten aus Palmblättern, die auch nur aus einem einzigen Raum bestehen. Die Kochstelle befindet sich außerhalb, Toiletten gibt es in den seltensten Fällen. Die Bewohner des Dorfes begrüßten uns herzlich und viele luden uns z.T. mit sichtbarem Stolz ein. Ihr Haus zu besichtigen. Die Begegnungen waren sehr bewegend und ließen viele nachdenkliche Gesichter zurück.

  

 So. 28.10.12

Heute ist Abreisetag, zumindest von unserer tollen Hotelanlage müssen wir Abschied nehmen, d.h. noch einmal die Wellen und den Strand genießen, noch einmal in den Pool springen und sich in der Hängematte verwöhnen lassen. Gegen 16 Uhr fahren wir mit dem Bus nach Chennai, von dort aus geht es mit dem Zug nach Kerala, also an die Westküste. Wir sind (etwas ängstlich) gespannt, wie wir mit einem indischen Nachtzug (besonders mit den dort vorhandenen Toiletten) klar kommen werden. Man hat da schon so einiges gehört …. 

In Kerala geht es auf die einzelnen Hausboote – Luxus pur, auf jedem Hausboot gibt es zwei Doppelzimmer, einen Koch, einen Steuermann, einen Kapitän und einen englischsprachigen Guide, der uns die Sehenswürdigkeiten am Ufer erklärt.  Darüber berichten wir euch, wenn wir wieder zurück sind, denn – das wird der einzige Nachteil sein – auf dem Boot werden wir keinen Internetanschluss haben.

Also tschüss – wir denken an euch, wenn wir bei 35 Grad im Schatten auf dem Sonnendeck liegen. Ihr könnt ja in der Zwischenzeit Schnee schieben.

Hier zum Schluss ein Foto, das gestern ein kleiner Junge im Dorf Porur mit der Kamera von Josef B. Rempe - den  man hier auch sieht - gemacht hat.

alle Texte der Nienburger Reisegruppe: Sylke Linke

Neuer Förderantrag für 2012 genehmigt

Die Vorstandmitglieder Regina Nürge-Krug, Hilde Munk und Andrea Schulte in den Bäumen haben beim ENSA-Programm der GIZ unter Federführung des BMZ einen Förderantrag für ein "Outgoing 2012" mit deutschen Schülerinnen und Schülern nach Indien gestellt. Dafür musste neben einem Tagesplan und einem Kosten- und Finanzierungsplan eine Kurzversion und eine umfangreiche Langversion des Antrages eingereicht werden, die Ziele, Inhalte und Umsetzung der Begegnung umfasst.

Das Thema "Wasser als Menschenrecht: Wie viel Wasser steht mir zu?" schließt an den Besuch der indischen Gruppe an. Beim "Incoming 2011" der Inder_innen ging es gemeinsam mit deutschen Teilnehmenden um das Thema des ökologischen Fußabdrucks.

Die Auswahlkommission des Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterENSA-Programms hat ihre Wahl getroffen: Wir sind 2012 dabei!