Sie sind hier: Reisen > Schulaustausch 2012 Indien
DeutschEnglish
16.11.2018 : 3:13 : +0100

Reisetagebuch

Hier können Sie das Reisetagebuch der ENSA-geförderten Schulaustauschgruppe lesen.

Vom 13. Oktober bis zum 2. November ging es für 15 Schülerinnen und Schüler und 2 Begleiterinnen zu ihren indischen Altersgenossen. Sie haben zum Thema "Wasser als Menschenrecht: Wie viel Wasser steht mir zu?" viel miteinander erlebt und gelernt.

Hier berichten sie über ihre Erlebnisse und Erfahrungen gemeinsam mit ihren indischen Partnerinnen und Partnern. Freuen Sie sich auf spannende Einblicke in ein großes Abenteuer!

Fr. 05.10.12 - Letztes Planungstreffen

Offene Fragen, Befürchtungen und Erwartungen waren das Thema beim Treffen der ENSA-Reisegruppe. Nach einem Gruppenfoto (mit Wasserproben!) und "Energizer" zum Muntermachen, ging es an das Verteilen der restlichen Aufgaben und das Aufteilen der mitzunehmenden Dinge auf die Koffer der Einzelnen.

Die momentane Befindlichkeit rangiert von "aufgeregt und nervös" über "kann noch gar nicht glauben, dass es in einer Woche losgeht" bis zu "bin total gespannt auf die Landschaft und die Menschen" und "denke, dass wir alle eine gute Zeit haben werden". Die Arivu-Vertreterinnen und "Reisebegleiterinnen" Andrea Schulte in den Bäumen und Hilde Munk freuen sich auch auf den baldigen Start und ermuntern die Gruppe noch mal, ausführlich in die individuellen Reisetagebücher zu schreiben. Außerdem erinnerten sie an die "typisch deutschen" Plätzchen, die ebenso wie die mit dem ENSA-Logo bestickten T-Shirts mit ins Gepäck sollen.
von Regina

   
  

Sa. 13.10.12 - Abflug: Endlich auf nach Indien!

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDie Harke am Sonntag berichtete vom Schulaustausch (zum Öffnen des Berichts bitte auf den Link klicken).

Die Koffer sind gepackt und die Aufregung ist groß. Um 6 Uhr trafen wir uns am Flughafen Hannover, wo bereits die ersten Gruppenfotos geschossen und die Verwandten verabschiedet wurden.

Dann ging es los mit dem Flugzeug nach Frankfurt und nach einem kleinen Imbiss weiter nach Chennai.

Nach 9 Stunden Flug trafen wir nachts in dort ein, wo wir auf ein herzliches Begrüßungskomitee trafen. Wir wurden von einigen Leuten der letzten ENSA- Gruppe begrüßt und bekamen schöne Blumenketten, Kekse und Wasser geschenkt und dann wurden wir mit Bus ins Hotel gefahren. Auch dort bekamen wir Begrüßungscocktails und Blumenketten. Nach einem kurzen Strandbesuch gingen alle auf ihre Zimmer und fielen in einen tiefen Schlaf.
von Kristina und Aileen

So. 14.10.12 - Erster Tag

Der Tag begann mit einem indischen Frühstück. Das exotische Essen war ein Vorgeschmack auf die nächsten drei Wochen, da es für die meisten etwas völlig neues war. Danach ging es weiter mit allerlei Spaß im Wasser, wobei wir die Auswahl zwischen dem indischen Ozean und dem hoteleigenem Swimming Pool hatten. Da die Entscheidung so schwer war, haben wir die beiden Optionen genutzt. Die Wellen des Meeres waren gigantisch und trotz des flachen Wassers des Pools hatten wir auch dort mit verschiedenen Wasserspielen unseren Spaß.
Nach einer kurzen Ruhepause ging es dann am Nachmittag weiter.
von Sarah und Jennifer

Um 14:30 Uhr Ortszeit brachen wir gen Süden auf um das sagenumwobene Städtchen Mamalapuram zu entdecken. Zunächst ergötzten wir uns an einheimischen Reliktstätten vergangener Zeit, dem prächtigen Sea-Shore-Tempel und dem obskuren und gewaltigen Butter-Nut (einem riiiiiesigen Felsen). Die Einheimischen verfolgten jenes Ereignis mit freudigem Interesse an unserem Treiben. Wodurch wir zur tatsächlichen Attraktion an diesem wundersamen Fleckchen Erde wurden. Wir erschlossen Stein um Stein, Haus um Haus und freundeten als „Foto-Models“ mit vielen Menschen an. Während unseres von kreuzenden Kühen, neugierigen Affen und hupenden Vehikeln erschwerten Marsches erstanden wir die kostbarsten Schätze der einheimischen Handelsmänner und Frauen.
Auf dem Rückweg spaltete sich unsere Einheit: der Hauptteil der Gruppe folgte gehorsam der Straße und bestieg merkwürdige, dreirädrige, motorisierte Kutschen, liebevoll genannt „Tuk Tuk“, mit denen sie schnell ihr Ziel erreichten. Dahingegen bestritten die drei Abenteuerlichsten den Rückweg abseits der Pfade entlang des tobenden Ozeans.
Als alle Gefährten wieder vereint waren, stillten sie ihren Hunger mit einem üppigen Festmahl.
von König Jonas Salomo und seinem Ritter Lukas

   

Mo. 15.10.12 - Begrüßung in der Schule

Morgens sind wir um 10 Uhr Ortszeit vom Ideal Beach Hotel Hotel aus nach Neerpair zur Dr. Arulappa Higher Secondary School gefahren worden.

Dort wurden wir mit einem riesigen Empfang von der gesamten Schule begrüßt und den Schülerinnen und Schülern und Lehrern vorgestellt. Nach diesem atemberaubenden Spektakel sind wir ins Wohnheim gegangen und haben, unter den neugierigen Augen der Schüler, unsere Zimmer für die nächsten zwei Wochen bezogen.

Anschließend haben wir unsere indische ENSA-Gruppe kennen gelernt, was aufgrund leichter Kommunikationsprobleme anfangs gar nicht so einfach war. Einige Kennlernspiele später klappte es aber schon richtig gut.

Danach gab es ein schmackhaftes Mittagessen, was allen (selbst Rika) gut schmeckte und bekam.

Den Nachmittag über machten wir zunächst weitere Spiele und außerdem hatten wir eine lange Pause. Die nutzten wir zum Spielen mit den Schulkindern, die sehr begeistert von unserer Anwesenheit waren.

Am Abend aßen wir schließlich die letzte Mahlzeit des Tages zusammen mit der ganzen ENSA-Gruppe.

Zum Abschluss des Tages hatten einige Wohnheimkinder eine Vorstellung für uns und die anderen Bewohner vorbereitet, was sehr beeindruckend und toll war.

Diese neuen Eindrücke waren überwältigend und eine wunderbare Erfahrung für uns alle.

Wir freuen uns auf die nächsten zwei Wochen.
von
Rika und Jonas S., Honest, Lalitha

Di. 16.10.12 - Kennenlernen und "Beauty Day"

We started the day with a breakfast all together, sitting on the floor and eating with our hands.

Then we repeated our names (with games like “zip zap”) and then we played games which made us to trust each other. To get the feeling as one team, we imagined that we were in a narrow boat. There we had to line up in different categories (from tall to small, order of date of birth, first letter of our names).

After a short break, we had a “Beauty session”,where we painted our nails and the Indian girls made Indian style body painting for us (called Mehendhi). It was very nice to see how beautiful the girls could paint, also it brought our group together even more.

After lunch we made plaster masks of our faces. It was good to get in contact. Then we had tea time, so we got power to go on “working“. We built groups of ''munu'' (→ in English : three) and started to make a photo ralley. The Indian people of the group were the leaders and presented us their school, the garden and everything else. Some of us were on the roof top of the primary school. The view was fascinating!

When we were back in ''our home'' we just painted our masks and talked about our opinion of the day.

After writing this report, we have to go to dinner. All in all it was a totally good day for getting to know each other better.
by Vinoth, Rajlakshmi, Jelle, Jonas K.

Mi. 17.10.12 - Wasser!

Unser sechster Tag in Indien begann mit einem "Energizer", dem „Kissen-Spiel“ zum Munterwerden. 

Nach diesem freudeverbreitenden Spiel wurde unsere Gruppe in 8 Kleingruppen aufgeteilt, welche sich die Wasserversorgung im Wohnheim, dem dazugehörigen Garten, der Schule und des am Vortag besuchten Dorfes genauer anschauten und auf selbst gezeichneten Karten festhielt.

Am Nachmittag bekamen wir einen Vortrag vom Schulleiter Father Leo, der über seine eigene Kindheit und die damaligen Wasserversorgungsprobleme berichtete. Außerdem machte er darauf aufmerksam, dass Wasser in Verbindung mit jedem Leben und deren Entstehung steht!

Anschließend begann eine große Spiel-Zeit: Die mitgebrachten Gesellschaftsspiele aus Deutschland verbreiteten Freude und Euphorie unter der Gruppe!

Einer der Höhepunkte des Tages waren die Auswirkungen eines auf dem Golf von Bengalen tobenden Zyklonen. Die Ausläufer ließen den Himmel über Neerpair untypisch dunkel werden, es regnete stundenlang. 

Ein 2-Sekunden-Stromausfall, herbeigerufen von einem Blitz, verbreitete unter manchen deutschen Teilnehmern etwas Panik.

Doch davon ließen wir uns nicht aus der Fassung bringen,! Wir nutzten die riesigen Pfützen auf dem Dach für eine Wasserschlacht im Regen! Anschließend wurden an die trocken geblieben Gruppenmitglieder „Free-Hugs“ verteilt, wodurch am Ende doch jeder nass wurde.

Am Ende des Tages haben die deutsche und die indische Gruppe angefangen sich gegenseitig Lieder mit dem Aspekt „Wasser“ beizubringen.

Abschließend kann man nur sagen, dass dieser Tag neben vielen Informationen auch einen riesigen Spaßfaktor hatte!
von Conny, Michael, Rajprasath, Jayaseelan

Do. 18.10.12 - Virtuelles Wasser und Wasserknappheit

Wir beschäftigten uns heute mit dem virtuellen Wasserverbrauch unterschiedlicher Produkte. Wir schätzten zuerst Werte und stellten eine Reihenfolge auf. Danach wurde die wirkliche Menge genannt - meist lag sie über dem geschätzten Wert.

Wir haben beispielsweise erfahren, dass man 3 Liter Wasser benötigt um 1 Löffel voll Reis zu erzeugen! Dies haben wir auf dem Foto dargestellt.

Vor dem Mittagessen übten wir unsere Lieder zum Thema Wasser; ein deutsches und ein tamilisches.

Nach einer Mittagspause hielt Father Suresh einen Vortrag zu den Problemen der Dalits mit anschließender Power-Point Präsentation, in der es um die Wasserknappheit ging. Dies fanden wir alle sehr interessant und waren sehr beeindruckt.
von Raj, Arun, Malin, Kristina

Hier haben wir "Lalitha says..." gespielt und alle mussten ganz schnell rennen.

Sa. 20.10.12 - Wasser weltweit und Plätzchen aus Deutschland

Der heutige Tag begann besonders entspannend mit einer Yoga-Session vor dem Frühstück.

Danach ging es mit einer entspannenden Wettermassage weiter. Anschließend haben wir uns tiefgehender mit verschiedenen weltweiten Wasserproblemen auseinander gesetzt, z.B. Wasserhygiene, Zugang zu sauberem Wasser und diese auf verschiedenen Plakaten erläutert.

 Leider bekam das Frühstück heute nicht allen so gut....

 Nach dem Mittagessen haben wir daher zur Aufheiterung „I´m singing in the rain“ gespielt was für TOP Laune sorgte !

Danach bastelten wir Korkenschiffe und malten eine große Kiste für die mitgebrachten Spiele an.

Am Abend gab es für die indischen Kinder die Bescherung: Wir verteilten unsere mitgebrachten selbst gebackenen Weihnachtskekse. Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum....
von Hilde

   

So. 21.10.12 - Mit Fischerbooten auf dem Meer

Heute um halb 12 fand im Wohnheim die wöchentliche Messe mit Father Suresh statt, welche ein Großteil von uns besuchte. Der Gesang und das Engagement der Wohnheimkinder beeindruckte.

Eine Weile nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum Meer. Mit Fischerbooten fuhren wir auf eine menschenleere Insel, wo wir badeten oder auf unseren Handtüchern Granatäpfel aßen. Auf dem Rückweg durchnässte uns ein starker Regenschauer. Am Abend saßen wir im Gemeinschaftsraum in gemütlicher Runde beisammen. Kurzum, ein netter und entspannter Tag!
von Lena und Marie  

Mo. 22.10.12 - Deutscher Besuch

Nach dem Frühstück bereiteten sich alle auf die Begrüßung der Hildesheimer und der restlichen Nienburger Gruppe vor. Die Tänze wurden noch ein letztes Mal geübt und alles wurde dekoriert.

Nach einer herzlichen Begrüßung folgte ein abwechslungsreiches Programm, das aus Gesang, Tanz und Kampfkunst bestand.

Danach besuchten wir die neu gegründete Schule und das Wohnheim in Porour. Diese wurde von Father Suresh und befreundeten Priestern gegründet. Im Gegensatz zur Dr. Arulappa Hr. Sec. School und zum St. Johns Wohnheim, sind diese komplett unabhängig von der Diözese. 

Die Gründer erhoffen sich dadurch bessere Chancen, um ihrem Ziel Dalits „an die Macht“ zu bringen näher zu kommen. Das soll dadurch erreicht werden, dass in dieser Schule besonders begabte Schüler bereits ab dem Kindergartenalter mit einer exzellenten Ausbildung ausgestattet werden und nach der Schule an einem College, welches gerade entsteht, für Positionen in der Politik weiter gebildet werden.

Wieder zurück im St. John's Wohnheim wurde erst mal gegessen und dann das Gelände und die Schule besichtigt. Außerdem konnten wir die Ergebnisse unseres Austausches zum Thema „Wasser als Menschenrecht“ vorstellen.
Nach dem Nachmittagstee verabschiedete sich die andere Reisegruppe und wir fuhren mit unserem Programm fort.
von Jenny, Aileen, Sheeva, Ashok

Di. 23.10.12 - Milleniumsziele und Nudeln mit Soße

 

Am Morgen beschäftigten wir uns mit den Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterMilleniums-Entwicklungszielen.

Nach einer Programmänderung planten wir zusammen mit den Indern eine Ralley mit Spielen zum Thema „Wasser“ für die Wohnheimkinder.

Am Nachmittag ging es los und die Kinder hatten sehr viel Spaß bei Spielen wie "Wasser transportieren" oder "Wasserball werfen".

Auf den Fotos sieht man die Station „Seilhüpfen" und eine weitere lustige Station des Parcours.

Danach hat die gesamte ENSA Gruppe Nudeln mit Tomatensoße gekocht.

Nach der Festtagsmesse haben wir das gemeinsam Gekochte gegessen. Es schmeckte allen sehr gut.  

Mi. 24.10.12 - Abenteuerliche Busfahrt zum Bischof und zum Vogelschutzgebiet

Der heutige Mittwoch begann aufregend: Direkt nach dem Frühstück stiegen wir zusammen mit unseren indischen Freunden in einen Schulbus, um unsere entfernten Ziele zu erreichen. Schon nach wenigen Metern wurde klar, dass schon die Fahrt sehr erlebnisreich sein würde, da uns in der ersten Kurve zum ersten Mal ein unangenehmes, krachendes und knirschendes Geräusch auffiel, dass wenig später der Hinterachse zugeordnet wurde und uns die ganze Reise begleiten sollte.

Zur „Behebung“ dieses Problems griff der Fahrer zu einem altbewährten Hilfsmittel: Ignorieren und mit lauter, sehr lauter(!) Musik übertönen. Letzteres führte zu einem sehr unterhaltsamen Sing- und Tanz- Programm, das die Laune aller Insassen enorm aufbesserte, wobei die Lautstärke teilweise auch Kopf - und Ohrenschmerzen verursachte und so einige Nerven strapazierte.

Schließlich erreichten wir das erste Ziel, den Sitz des Bischofs der Diözese Chingleput. Nachdem wir in einen Konferenzraum geführt wurden, wurde uns klar, dass an dem Treffen auch die Lehrer, Hildesheimer und die anderen Mitreisenden teilnehmen würden, was uns sehr freute. Das Treffen mit der Eminenz stellte sich als interessant und lehrreich heraus, da uns viel über die Diözese, Probleme in dieser und auch über die Absichten und Ziele der Verantwortlichen berichtet wurde.

Der Aufbruch zum nächsten Ziel gestaltete sich schwierig, da diesmal unser treuer Schulbus, wie auch bei jedem späteren Anlassen, mit vereinten Kräften angeschoben werden musste, bis er auf Touren kam und die Reise weitergehen konnte. Nach einem Abstecher zu Father Sureshs Büro kamen wir in dem Vogelschutzgebiet an. Nachdem wir in einer nahe gelegenen Kirche das Mittagessen eingenommen hatten, traten wir – die einen im Bus, die anderen zu Fuß den Weg an.

Wir kamen an einen See – in diesem See wachsen Bäume,  was ihn zu einem idealen Brutgebiet für viele Zugvögel aus Ländern wie Australien, Zypern und Russland macht. Da die Zeit, in der die Vögel hier nisten, gerade erst begonnen hat, konnten wir das eigentliche Naturschutzgebiet nicht betreten, da die Vögel bei ihrer Ankunft nicht gestört werden sollten. Jedoch konnte wir schon aus der Ferne riesige Schwärme von Störchen beobachten und traten mit Verständnis für die Vorschriften den Rückweg in das Schulheim an.

Hier überreichten wir den Gewinnerteams des gestrigen Spiele-Nachmittags Urkunden. Anschließend ließen wir den Tag bei schönem Sonnenwetter und ohne weitere besondere Vorkommnisse ruhig ausklingen.
von Jelle und Lukas   

Do. 25.10.12 - Viel Theater und ein Abenteuerausflug

Nach dem Frühstück und dem anschließenden "Energizer" starteten wir mit den Milleniums-Zielen.

Jeweils zwei Deutsche und zwei Inder bildeten eine Gruppe und kreierten ein kleines Theaterspiel zu einem Milleniums-Ziel.

Die Theaterstücke wurden später vor der ganzen Gruppe aufgeführt und auch gefilmt. Hier seht ihr das Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterVideo davon.

Danach mussten die anderen raten, um welches Ziel es sich handelte.

In der Mittagspause unternahm eine kleine Gruppe von uns einen Ausflug. Wir wollten den nahegelegenen Berg erklimmen, doch auf der Hälfte war der Weg versperrt und hinderte uns so am Weiterkommen.

Wir verweilten auf ein paar Felsen und genossen den atemberaubenden Ausblick und die Sonne.

Am späten Nachmittag entspannten einige, während andere draußen mit den Wohnheimkindern Volleyball spielten. Alles in allem war es ein sehr schöner, aber auch anstrengender Tag.
von Kumar, Jayaseelan, Aileen und Malin  

Fr. 26.10.12 - Auroville und Pizza

Heute war ein überaus wundervoller Tag: Heute Vormittag war Science Day an der Dr. Arulappa Hr. Sec. School, bei dem wir unter anderem auch unsere Ergebnisse zum Thema „Wasser“ vorgestellt haben.

Zunächst führte uns Father Leo durch die einzelnen Klassenräume, in denen uns Schüler ihre Projekte vorführten - dies war sehr interessant. So hatten die Schüler zum Beispiel eindrucksvolle Modelle zur Wasserverschmutzung und ähnlichen Themen gebaut und haben uns interessante Experimente vorgeführt.

Während wir uns dort umsahen, wurden wir von den indischen Schulkindern begleitet oder hin- und hergeführt, bis wir nicht mehr wussten, wo oben und unten war. Für uns persönlich war es wunderklasse.

Zum Abschluss des Science-Days haben die Schüler uns ein kulturelles Programm dargeboten.

Nach dem Mittagessen fuhren wir mit 3 Jeeps zunächst nach Auroville – einer Stadt, in der das friedliche gemeinsame Leben aller Kulturen gelebt werden soll. Allerdings empfanden wir dies als wenig glaubwürdig, da ganz Auroville sehr luxuriös ist und somit für die umliegende Bevölkerung nicht erreichbar. Das Geld, welches in die Stadt gepumpt wird, könnte sicher anderswo sinnvoller eingesetzt werden....

Das Zentrum von Auroville bildet eine riesige goldene Kugel, in deren Innerem nur die, „die es wirklich ernst meinen, zu wirklicher Konzentration finden können“ ... Wir waren froh, als wir den Fängen dieser „Sekte“ wieder entkommen waren....

Am Abend fuhren wir weiter nach Pondicherry. Dort konnten wir französische Baguettes essen und uns in der Marktstraße mit indischen Souvenirs eindecken. Am Abend aßen wir ein leckeres Dinner. Leider war nach der Hälfte der Bestellungen allerdings der Pizzateig aufgebraucht – aber dennoch sind noch alle satt geworden und es schmeckte lecker!
von Doni, Jonas S., Hilde

      

Sa. 27.10.12 - Fathers Geburtstag

Direkt nach dem Frühstück begannen die wuseligen Vorbereitungen für Father John Sureshs Geburtstag. Auch wir haben noch schnell unsere XXL-Geburtstagskarte zu Ende gestaltet, da wir gestern nach der Rückkehr aus Pondicherry zu müde waren.

Ein kurzes Ständchen von uns musste zunächst reichen, bevor gegen 10.30 Uhr der Bus mit den Nienburgern und Hildesheimern ankam. Kaum waren die letzten Ehrengäste Father Leo und Father Jeeyaselim eingetroffen, feierten wir im Aufenthaltsraum des Wohnheims eine Messe mit Abendmahl, die aufgrund der musikalischen Beiträge sehr ergreifende Momente hatte.

Danach überbrachten alle Gruppen und Gäste ihre Glückwünsche und Geschenke, bevor die WE-Group Tänze vorführte.

Gestärkt durch ein leckeres Mittagessen und ein Stückchen vom Geburtstagskuchen konnten wir zum zweiten Mal der WE-Group zuhören. Nun erfuhren wir, was die WE-Group ist und welche Berufswege einzelne Mitglieder eingeschlagen haben.

In einer späten Mittagspause entspannten wir kurz, während die anderen Gäste das Dorf Porur besuchten, in dem wir uns schon vor gut einer Woche über die speziellen Wasserprobleme der Dalits informiert hatten.

Passend zur Tea time trafen alle wieder im Wohnheim ein. Wir tranken Tee und es gab Kekse. Auch dieses liebgewonnene Ritual werden wir ab morgen vermissen, denn wir müssen morgen von der Schule und vor allem vom Wohnheim Abschied nehmen.

Nachdem wir wieder unter uns sind, genießen wir nun den letzten Abend und die Zeit mit der indischen ENSA-Gruppe.

We came as guests and we leave as friends!!!

von Andrea

YouTube Video: Schneeflöckchen, Weißröckchen

Hier ist das Video der indischen ENSA-Gruppe zu sehen, die Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster"Schneeflöckchen, Weißröckchen" (0:19) singt (bitte anklicken).

Sponsoren der ENSA-Austauschreise

Der Vorstand von Arivu und die Teilnehmenden des Schulaustausches 2012 bedanken sich bei ihren Unterstützern ohne die der Austausch nicht möglich wäre:

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterENSA-Programm des BMZ, das einen Großteil der Reisekosten, eine Aufenthaltspauschale und die Vor- und Nachbereitung mit den großartigen Trainerinnen Anja und Steffi übernommen hat.
Ernst-Stewner-Stiftung (Nienburg) und Werner-Erich-Stiftung (Nienburg) für die finanzielle Unterstützung.
MdB Sebastian Edathy für seinen Einsatz für die Gruppe und dem indischen Botschafter in Berlin für die Gewährung kostenloser Visa.
Logo-in-Garn Baldewein für die günstige Bestickung der T-Shirts.
Familien der deutschen und indischen Teilnehmenden, die ihren Kindern dies ermöglichen.
Schulleitungen der deutschen Schulen (Albert-Schweitzer-Schule und Rahnschule Nienburg), die die Teilnehmenden für 1 Woche vor den Herbstferien vom Unterricht freistellen.

Nicht vergessen werden dürfen die Projektverantwortlichen in Indien, die herzlich einladen und mit viel Zeitaufwand und Organisationstalent den Austausch möglich machen!